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Leipzig - Hanns-Eisler-Stipendium 2022 geht an Klaus Ospald

Der deutsche Komponist Klaus Ospald erhält 2022 das 4. Internationale Hanns-Eisler-Stipendium der Stadt Leipzig. Die Auszeichnung wird ihm am 13. Oktober 2021 im Konzert der Gewandhaus-Reihe musica nova von Kulturamtsleiterin Dr. Anja Jackes und dem Eisler-Haus Leipzig e. V. verliehen. Zu diesem Anlass kommt auch sein Werk „Entlegene Felder II“ zur Aufführung.

Die namhafte Jury aus Stefan Conradi (Edition Peters), Prof. Stefan Fricke (Hessischer Rundfunk), Annette Schlünz (Komponistin) und Prof. Ipke Starke (HMT Leipzig) unter Vorsitz des Komponisten und Pianisten Steffen Schleiermacher wählte ihn aus 18 Bewerbungen aus. In der Begründung für die Vergabe des Stipendiums heißt es: „Klaus Ospald überzeugte die Jury als erfahrener Komponist mit einem umfangreichen Werkverzeichnis und einer kontinuierlichen Aufführungschronik. Vor allem zeigt er sich neben einer profunden Kenntnis des Musikbetriebs den dialektischen Denkstrukturen des Komponisten, Musiktheoretikers und Gesellschaftskritikers Hanns Eisler verpflichtet.“

Das Internationale Hanns-Eisler-Stipendium bildet den Kern eines europaweit einzigartigen Composer in Residence Programms: So erhält der 1956 geborene Komponist 5000 Euro für den Lebensunterhalt und kann ab April 2022 fünf Monate lang kostenfrei in der Geburtswohnung von Hanns Eisler in der Leipziger Hofmeisterstraße 14 wohnen, um sich dort einem zuvor skizzierten Arbeitsprojekt zu widmen. Das fertige Werk werden Steffen Schleiermacher und das Ensemble Avantgarde in der ersten musica nova der darauffolgenden Saison, also im Oktober 2022, zur Uraufführung bringen.

Klaus Ospald folgt damit auf Patricia Martínez (Argentinien), die als dritte Hanns Eisler-Stipendiatin der Stadt Leipzig ihre Komposition „Hoy no muero“ (dt. „Ich sterbe heute nicht“) über Texte von María Medina erarbeitet hat. Das Kammermusikstück wird im heutigen Konzert uraufgeführt.