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Sachsen fördert Arabischen Coffe Baum mit einer Million Euro

Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, hat einen Fördermittelbescheid über eine Million Euro für das „Haus zum Arabischen Coffe Baum“ an Leipzigs Beigeordnete für Kultur, Dr. Skadi Jennicke, übergeben. Die Stadt Leipzig plant in den kommenden Jahren eine Teilmodernisierung des traditionsreichen Hauses. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme werden etwa drei Millionen Euro betragen.

Geplant sind zwei Bauabschnitte: Der erste Bauabschnitt wird vom Freistaat Sachsen mit sogenannten PMO-Fördermitteln in einer Höhe von einer Million Euro unterstützt. Dabei handelt sich es um Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR, die die ostdeutschen Länder und Berlin erhalten. Das sächsische Kabinett hat beschlossen mit den PMO-Mitteln Investitionen im Bereich der Erinnerungskultur und Gedenkstätten, des Tourismus oder der sächsischen Museumslandschaft zu fördern.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit der Förderung eines ersten Bauabschnitts die Grundlage für die Wiedereröffnung des Museums im ,Haus zum Arabischen Coffe Baum‘ legen können. Das Museum bewahrt und vermittelt Objekte aus 300 Jahren Kulturgeschichte des Kaffees. Nach der für das Jahr 2023 geplanten Wiedereröffnung wird das ,Haus zum Arabischen Coffe Baum‘ ein großer touristischer Anziehungspunkt in Leipzig sein“, sagte Kulturministerin Barbara Klepsch.

Dr. Skadi Jennicke erwiderte: „Der traditionsreiche Coffee Baum gehört zu den charmantesten Geschichtsorten Leipzigs. Wir sind dankbar, dass wir heute für die Modernisierung dieses Hauses umfangreiche Fördermittel erhalten. Diese Unterstützung wird dazu beitragen, dass nach Abschluss der Baumaßnahmen den Besucherinnen und Besuchern wieder eine attraktive Verbindung von Kultur, Historie und Lebensart geboten werden kann. Aufgrund der belegten Besuche Augusts des Starken ist der Coffee Baum auch mit der Geschichte der Landeshauptstadt verbunden und zeigt die Bedeutung der Messestadt Leipzig als wichtiges Schaufenster der sächsischen Kultur.“

Das Gebäude „Haus zum Arabischen Coffe Baum“ wurde letztmalig in den 1990er Jahren saniert und instandgesetzt. In den letzten Jahren wurden jeweils 30.000 Besucher pro Jahr im Museum gezählt. Nach der planmäßigen Beendigung der letzten Gastronomieverpachtung zeigte sich, dass ohne eine entsprechende Instandsetzung und Teilerneuerung der Haustechnik das Museum
nicht wieder geöffnet und die Gastronomie nicht mehr aufgenommen werden kann.

Es bestehen eine Vielzahl baulicher und haustechnischer Defizite sowie bauhygienische und arbeitsschutzrechtliche Mängel entsprechend heute geltender Normen und Richtlinien. Der Abschluss der Sanierung und die Wiederinbetriebnahme des Museums ist für das Jahr 2023 geplant. Zur Umsetzung der Baumaßnahme hat die Stadt Leipzig im Jahr 2019 einen Planungsbeschluss gefasst. Der Bau- und Finanzierungsbeschluss befindet sich in der verwaltungsinternen Abstimmung. Die Durchführung der Maßnahme liegt in den Händen des Amtes für Gebäudemanagement der Stadt Leipzig.