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ZOO Leipzig - Großes Jubiläum - 20 Jahre Pongoland - Menschenaffen, Wissenschaft und Forschung unter einem Dach

Bild: Zoo Leipzig

Großes Jubiläum: Am 1. April 2001 öffnete die einmalige Menschenaffenanlage Pongoland für die Besucher die Tore und hat sich seitdem als Publikumsmagnet etabliert. Sie ist aber auch Arbeitsplatz für Wissenschaftler aus der ganzen Welt. Der Bau von Pongoland war vor 20 Jahren ein Initialmoment für den im Jahr 2000 verabschiedeten Masterplan „Zoo der Zukunft“. Als Gemeinschaftsprojekt mit der Max-Planck-Gesellschaft wurde die drei Hektar große Anlage im Jahr 2001 eröffnet. Alle vier hochbedrohten Menschenaffenarten leben in der weltweit einzigartigen Anlage unter einem Dach, in der modernste Tierhaltung mit interdisziplinärer Grundlagenforschung auf
höchstem Niveau vereint ist. Tierpfleger, Verhaltensforscher, Genetiker und Freilandforscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie arbeiten hier Hand in Hand für ein gemeinsames Ziel: Die Erforschung der kognitiven Fähigkeiten der Menschenaffenarten. Was verstehen Schimpanse, Gorilla & Co., wie nehmen sie ihre Umwelt wahr und wie lösen sie Probleme? Durch reine Beobachtungen, ausgeklügelte Testreihen und auf spielerische Art versuchen Forscher, dies herauszufinden. Die Besucher können live dabei sein und an den Beobachtungsfenstern den Forschern über die Schulter schauen. „Pongoland war und ist nach wie vor für den Zoo ein absoluter Glücksumstand und auch nach 20 Jahren ein Aushängeschild, sowohl in der Fachwelt als auch bei unseren Gästen“, betont Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.
Zoo und Wissenschaft ziehen nach 20 Jahren Zusammenarbeit gleichermaßen ein positives Resümee. Während die Forscher des Max-Planck-Institutes teilweise bahnbrechende Erkenntnisse über unsere nächsten Verwandten gewonnen haben, kann der Zoo regelmäßige Zuchterfolge vermelden, die auch als Bestätigung der Konzeption moderner Tierhaltung zu verstehen sind. Insgesamt konnten sich die Tierpfleger in den beiden Jahrzehnten über 45 Jungtiere freuen.
Der Zoo Leipzig hat eine lange Tradition in der Haltung von Menschenaffen. Bereits seit dem Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden Orang-Utans, Schimpansen und Gorillas durchgehend gehalten. Bonobos hingegen sind seit 1989 in Leipzig zu sehen. Für die Besucher bietet sich in Pongoland die einmalige Gelegenheit, alle vier Menschenaffenarten in ihrer Verschiedenartigkeit erleben und kennenlernen zu können. Gegenwärtig leben 52 Menschenaffen – 12 Bonobos, 6 Flachlandgorillas, 26 Schimpansen und 8 Orang-Utans in Pongoland.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor