Mehr Platz für Fuß- und Radverkehr in der Karl-Heine-Straße

Um den Rad- und Fußverkehr entlang der Karl-Heine-Straße sicherer zu gestalten und diesen nachhaltigen Mobilitätsformen mehr Raum zu schaffen, werden ab Montag, 12. Juli, die Parkbuchten zwischen Felsenkeller und König-Albert-Brücke tagsüber zu Kurzzeitparkzonen erklärt. Zudem werden auf der Fahrbahn beidseitig Radfahrstreifen in einer Breite von 1,85 Meter markiert. Der ehemalige Asphalt-Radweg im Seitenbereich ist künftig den Fußgängerinnen und Fußgängern vorbehalten. Zudem wird an der Einmündung zur Hähnelstraße eine Lieferzone als eingeschränkte Halteverbotszone eingerichtet. Dies soll helfen, den Kunden- und Lieferverkehr der Geschäfte sicherzustellen und zugleich den Fuß- und Radverkehr konfliktarm über diese Flaniermeile zu führen. Damit soll eine sichere und barrierefreie Mobilität für alle Menschen gewährleistet werden.

Die Karl-Heine-Straße zwischen Plagwitz und Lindenau ist eine der wichtigsten Magistralen im Leipziger Westen, mit vielen Geschäften, Cafés, Freisitzen und kulturellen Einrichtungen. Die Aufteilung des Straßenraums entspricht bislang nicht dieser dynamischen Entwicklung: So werden die vorhandenen Parktaschen den bestehenden Ansprüchen an den Liefer- und Kundenverkehr nicht gerecht, da sie bisher zeitlich unbegrenzt lang belegt werden können.

Die Gehwege entlang der Karl-Heine-Straße sind zwar verhältnismäßig breit. Die beliebten Freisitze engen den Platz für Fußgänger und Radfahrer jedoch über weite Abschnitte stark ein. Insbesondere vor der Schaubühne Lindenfels kommen sich die Verkehrsteilnehmer in die Quere. Der Radverkehrsbeauftragte der Stadt Leipzig, Dr. Christoph Waack, sagt: „Die berechtigten Ansprüche des Fuß- und Radverkehrs sind bei dem inzwischen erreichten Nutzungsdruck auf dem beengten Raum einfach nicht mehr sicher abzuwickeln.“ Friedemann Goerl, der Fußverkehrsverantwortliche der Stadt, ergänzt: „Mit der Umsetzung dieser Maßnahme soll die Karl-Heine-Straße in ihrer Funktion als Geschäfts- und Flaniermeile für den Leipziger Westen gestärkt werden. Eine räumliche Trennung zwischen Fuß- und Radverkehr hilft, die Qualität des städtischen Lebens insbesondere für sensible Nutzergruppen zu steigern. Ich freue mich, dass der Fußverkehr nun mehr Platz erhält.“

Nach den Markierungsarbeiten wird der bislang benutzungspflichtige Radweg neben dem Gehweg aufgehoben und an den Straßeneinmündungen zurückgebaut. Das Radfahren ist dann nur noch auf den neuen Radfahrstreifen erlaubt. Die gesamte Breite des Seitenraums, von den Bäumen bis zu den Hauswänden, steht künftig dem Fußverkehr und der Sondernutzung – etwa für Freisitze – zur Verfügung.

Schon Ende März waren die Borde und Baumscheiben im Bereich der König-Albert-Brücke entsprechend angepasst worden.

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